Wer die Krimmler Wasserfälle mit dem Auto erreichen möchte, findet in diesem Artikel alle wichtigen Informationen zu Parkplätzen, Kosten und Anfahrt. Die Kombination aus tosenden Wassermassen, dem Nationalpark Hohe Tauern und den modernen Krimmler WasserWelten macht Krimml zu einem der beliebtesten Ausflugsziele im Salzburger Land.
Dieser Beitrag zeigt, warum sich die Fahrt zu den höchsten Wasserfällen Europas lohnt und worauf Autofahrer bei der Anreise mit dem Auto achten sollten.
Kann man mit dem Auto zu den Krimmler Wasserfällen fahren?
Die Anreise mit dem Auto zu den Krimmler Wasserfällen ist problemlos möglich und für die meisten Besucher sogar die bequemste Variante. Direkt am Einstieg zum Wasserfallweg sowie beim Besucherzentrum befinden sich die Großparkplätze P4 und P5, die ausreichend Platz für Gäste aus aller Welt bieten. Von dort aus ist es nur ein kurzer Fußweg bis zum Beginn des Naturschauspiels, sodass sich die Anfahrt problemlos in einen Tagesausflug ins Salzburgerland integrieren lässt.
Die Zufahrt erfolgt über die B165, auch bekannt als Gerlos Straße, die Krimml mit den umliegenden Orten verbindet. Wer aus Richtung Zell am See oder Mittersill kommt, erreicht den Parkplatz vollkommen mautfrei, was diese Route für viele Autofahrer besonders attraktiv macht. Anders sieht es aus, wenn man aus dem Zillertal in Tirol anreist, denn dann führt der Weg zwingend über die mautpflichtige Gerlos Alpenstraße, was bei der Reiseplanung berücksichtigt werden sollte.
Krimmler Wasserfälle mit dem Auto: Was kostet das Parken bei den Krimmler Wasserfällen?
Das Parken an den Parkplätzen P4 und P5 ist gebührenpflichtig, wobei sich die Tarife nach der Aufenthaltsdauer richten. Für PKW gilt 2026 ein Kurzparktarif von bis zu 5,70 Euro für die ersten zwei Stunden, danach werden für jede weitere halbe Stunde 0,90 Euro berechnet. Der Tageshöchstsatz liegt bei 24,00 Euro, was für einen ausgiebigen Besuch des gesamten Wasserfallwegs durchaus fair kalkuliert ist.
Deutlich günstiger fahren Besucher mit dem Kombiticket, das für Erwachsene 15,90 Euro kostet und neben dem Zutritt zum Wasserfallweg auch die Parkgebühr sowie den Eintritt in die Krimmler WasserWelten enthält. Kinder zwischen sechs und fünfzehn Jahren zahlen 7,90 Euro, während Familien mit dem Familienticket für 33,00 Euro unterwegs sind. Für Autofahrer mit E-Kennzeichen lohnt sich zudem ein Blick auf die benachbarte Großglockner Hochalpenstraße, die 2026 vergünstigte Öko-Tarife anbietet und sich hervorragend mit einem Besuch der Krimmler Wasserfälle kombinieren lässt.
Wie weit ist es vom Parkplatz zu den Krimmler Wasserfällen?
Wer die Krimmler Wasserfälle mit dem Auto besucht, ist vom Parkplatz aus bereits nach wenigen Gehminuten am Ziel, da sich das Wasserfallzentrum direkt am Fuß des untersten Wasserfalls befindet. Der eigentliche Wasserfallweg beginnt unmittelbar hinter der Kasse und führt die Besucher entlang der Krimmler Wasserfälle vorbei an mehreren Aussichtskanzeln und Aussichtsplattformen. Schon am Kürsingerplatz, dem Ausgangspunkt der Wanderung, spürt man den feinen Sprühnebel der herabstürzenden Ache auf der Haut.
Diese kurze Distanz macht den Ausflug auch für Familien mit kleinen Kindern oder weniger geübte Wanderer attraktiv, da der spektakuläre erste Eindruck ohne große Anstrengung erreichbar ist. Wer mehr sehen möchte, kann sich anschließend für die längere Wanderung entlang des gesamten Wasserfallwegs entscheiden, die zu den oberen Fallstufen führt. Die Nähe des Parkplatzes zum Naturschauspiel ist einer der Hauptgründe, warum so viele Ausflugstipps die Anreise mit dem Auto empfehlen.
Vom Kürsingerplatz zur ersten Aussichtskanzel
Der Kürsingerplatz gilt als das Herzstück des unteren Bereichs, denn hier entfaltet sich die volle Kraft der tosenden Wassermassen der Krimmler Wasserfälle. Von den ersten Aussichtskanzeln aus lassen sich spektakuläre Ausblicke auf die tosenden Wasserfälle genießen, ohne dass man dafür lange Anstiege in Kauf nehmen muss. Genau dieser Bereich wird von Ärzten und Kurgästen besonders geschätzt, da hier die gesundheitsfördernde Wirkung der Nano-Aerosole am stärksten spürbar ist.
Für Menschen mit Asthma und Allergien ist dieser Abschnitt daher von besonderem Interesse, denn die feuchte, ionenreiche Luft wirkt beim Einatmen wohltuend auf die Atemwege. Die Initiative Hohe Tauern Health hat diesen Effekt wissenschaftlich untersuchen lassen und zertifiziert entsprechende Unterkünfte in der Region. Wer also gesundheitliche Gründe für den Besuch hat, sollte gerade am Kürsingerplatz etwas mehr Zeit einplanen.
Wie lange geht man zu den Krimmler Wasserfällen?
Der gesamte Wasserfallweg erstreckt sich über eine Strecke von rund vier bis 4,15 Kilometern und überwindet dabei 431 Höhenmeter bis zum obersten Punkt. Für den Aufstieg zur höchsten Fallstufe sollten Besucher etwa eineinhalb Stunden Gehzeit einplanen, wobei die genaue Dauer von der individuellen Kondition und den zahlreichen Fotostopps abhängt. Der Wasserfallweg führt dabei über gut ausgebaute Serpentinen, die immer wieder neue Perspektiven auf die drei Fallstufen freigeben.
Wer nicht die volle Strecke bewältigen möchte, kann bereits nach kurzer Wanderzeit an den unteren Aussichtspunkten umkehren und trotzdem ein eindrucksvolles Naturerlebnis mitnehmen. Für alle, die den kompletten Wasserfallweg gehen, lohnt sich der Ausblick vom obersten Punkt besonders, denn von dort öffnet sich der Blick auf das dahinterliegende Krimmler Achental. Wichtig ist außerdem, festes Schuhwerk zu tragen, da der Untergrund durch den ständigen Sprühnebel oft feucht und rutschig ist.
Naturschauspiel Krimmler Wasserfälle: Fallhöhe und Entstehung
Mit einer Gesamtfallhöhe von 380 Metern über drei Stufen zählen die Krimmler Wasserfälle zu den höchsten Wasserfällen Europas und belegen weltweit sogar einen Platz unter den fünf größten Wasserfällen. Diese enorme Fallhöhe entsteht dadurch, dass die Krimmler Ache aus dem Krimmler Achental kommend über die steilen Felsstufen des Nationalparks Hohe Tauern hinabstürzt. Das Ergebnis ist ein Naturschauspiel, das jährlich Gäste aus aller Welt anzieht und zu Recht als eines der bekanntesten Wahrzeichen des Salzburger Landes gilt.
Die Wassermassen stammen größtenteils aus Gletscherschmelze und Niederschlägen im Hochgebirge, weshalb die Wasserführung je nach Jahreszeit stark schwankt. Besonders im Frühsommer, wenn die Schneeschmelze in den Bergwelten einsetzt, zeigen sich die Fallstufen von ihrer eindrucksvollsten Seite. Diese Kombination aus Höhe, Wassermenge und der wilden Landschaft der Hohen Tauern macht den Besuch der Krimmler Wasserfälle zu einem echten Highlight für Naturbegeisterte.
Krimmler WasserWelten: Interaktives Erlebnis für die ganze Familie
Direkt am Einstieg zum Wasserfallweg liegen die Krimmler WasserWelten, ein modernes Ausstellungszentrum rund um das Element Wasser. Auf mehreren interaktiven Stationen erfahren Besucher, wie die gewaltigen Kräfte der Natur die Landschaft rund um Krimml geformt haben. Auch das sogenannte Wasserkino gehört zu den Attraktionen und vermittelt auf unterhaltsame Weise, wie die tosenden Wassermassen entstehen und welche Bedeutung sie für das Ökosystem der Region haben.
Die WasserWelten Krimml eignen sich besonders für Familien mit Kindern, da die Ausstellung Wissen spielerisch vermittelt und auch bei schlechtem Wetter einen lohnenden Programmpunkt bietet. Wer das Kombiticket erworben hat, kann den Besuch der Ausstellung direkt mit der Wanderung entlang der Krimmler Wasserfälle verbinden. Damit wird der Ausflug zu einem runden Erlebnis, das sowohl Wissbegierige als auch Naturfreunde gleichermaßen anspricht.
Anreisen ins Salzburgerland: Routen und Alternativen zu den Krimmler Wasserfällen
Wer die Anreise mit dem Auto plant, sollte sich vorab über die verschiedenen Routen ins Salzburgerland informieren, da diese je nach Ausgangspunkt sehr unterschiedlich ausfallen können. Aus Richtung Salzburg oder Zell am See führt der Weg über die B165 direkt und ohne Mautgebühren bis nach Krimml, was diese Strecke zur beliebtesten Anreisevariante macht. Alternativ bietet sich für Bahnreisende die Pinzgauer Lokalbahn an, die bis zum Bahnhof Krimml fährt und von dort einen kurzen Fußweg zu den Parkplätzen ermöglicht.
Für alle, die lieber mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen möchten, ist diese Bahnverbindung eine attraktive Alternative zur Fahrt mit dem eigenen Fahrzeug. Wer dennoch das Auto bevorzugt, findet entlang der Strecke mehrere Gasthöfe, etwa den Gasthof Schönangerl, die sich für eine Rast vor oder nach der Wanderung eignen. Die gute Erreichbarkeit sowohl mit dem Auto als auch mit der Bahn macht Krimml zu einem flexiblen Ausflugsziel für unterschiedlichste Reisende.
Die Mautfrage bei der Anreise aus Tirol
Besonders wichtig für die Routenplanung ist die sogenannte Mautfrage, die viele Autofahrer aus dem Zillertal betrifft. Wer aus Tirol kommend die Gerlos Alpenstraße nutzt, muss mit zusätzlichen Kosten rechnen, die bei der Budgetplanung für den Ausflug einkalkuliert werden sollten. Diese Panoramastraße bietet zwar einen wunderschönen Ausblick über die umliegenden Dreitausendern, stellt aber für kostenbewusste Reisende einen Unterschied zur mautfreien Route aus Salzburg dar.
Alternativ können Tiroler Besucher auch einen Umweg über das deutsche Inntal in Kauf nehmen, um die Mautgebühr zu umgehen, was jedoch mit einer deutlich längeren Fahrzeit verbunden ist. In den meisten Fällen lohnt sich die direkte Fahrt über die Gerlos Alpenstraße dennoch, da die Fahrzeitersparnis die Mautkosten meist aufwiegt. Wer die Kosten dennoch gering halten möchte, sollte vorab die aktuellen Tarife online prüfen.
Nationalpark Hohe Tauern: Schutzgebiet mit Europadiplom
Die Krimmler Wasserfälle liegen im Herzen des Nationalparks Hohe Tauern, dem größten Schutzgebiet im gesamten Alpenraum. Bereits 1967 wurde der Region das renommierte Europadiplom für geschützte Gebiete verliehen, eine Auszeichnung, die den besonderen ökologischen Wert der Landschaft würdigt. Im Jahr 2026 besuchen Experten des Europarats die Krimmler Wasserfälle erneut, um vor Ort zu prüfen, ob alle strengen Naturschutzauflagen weiterhin eingehalten werden und das Diplom verlängert werden kann.
Diese Prüfung unterstreicht, wie wichtig der Schutz dieser einzigartigen Landschaft für die gesamte Region ist. Besucher merken davon im Alltag wenig, profitieren aber indirekt von der intakten Natur, die den Wasserfallweg zu einem so besonderen Erlebnis macht. Wer sich für die ökologischen Hintergründe interessiert, findet in den Krimmler WasserWelten weiterführende Informationen zum Schutzstatus und zur Geschichte des Nationalparks.
Krimmler Achental: Das verborgene Tal hinter den Wasserfällen
Viele Besucher drehen am obersten Wasserfall um, ohne zu wissen, dass sich dahinter das Krimmler Achental öffnet, ein flaches Hochtal umgeben von mächtigen Dreitausendern. Wer die Wanderung fortsetzt, erreicht schließlich das historische Krimmler Tauernhaus, eine der ältesten Schutzhütten der Ostalpen, die bereits im 14. Jahrhundert urkundlich erwähnt wurde. Früher diente die Hütte Säumern als Zuflucht bei der gefährlichen Überquerung des Alpenhauptkamms in Richtung Italien.
Heute ist das Achental ein Geheimtipp für alle, die abseits der sommerlichen Massen unterwegs sein möchten und tiefer in die Bergwelten der Hohen Tauern eintauchen wollen. Der Alpenverein betreibt in der Region mehrere Hütten, die sich als Ausgangspunkt für längere Touren eignen. Wer genug Zeit mitbringt, sollte diesen Abstecher unbedingt in die Planung des Ausflugs einbeziehen, denn er zeigt eine völlig andere Seite der Landschaft als der belebte untere Wasserfallweg.
Krimmler Wasserfälle im Winter: Beleuchtung und Fackelwanderungen
Während der Hauptsaison von Mitte April bis Ende Oktober zeigt sich der Wasserfallweg von seiner lebendigsten Seite, doch auch der Winter hat in Krimml einiges zu bieten. Der reguläre Wasserfallweg ist in den kalten Monaten wegen akuter Lawinen- und Vereisungsgefahr komplett gesperrt, was aus Sicherheitsgründen unumgänglich ist. Dennoch werden die gefrorenen Wasserfälle bis 21:30 Uhr künstlich beleuchtet und bieten damit ein völlig anderes, fast magisches Bild.
Für Gruppen werden in den Wintermonaten exklusive, geführte Fackelwanderungen im Schnee angeboten, die als echter Geheimtipp abseits des sommerlichen Trubels gelten. Diese Touren ermöglichen einen Blick auf die Wasserfälle, der den meisten Sommergästen verborgen bleibt, und schaffen eine besonders stimmungsvolle Atmosphäre. Wer die Region also nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter erleben möchte, sollte sich frühzeitig nach den Terminen für diese besonderen Wanderungen erkundigen.
Fazit: Krimmler Wasserfälle mit dem Auto
Die Krimmler Wasserfälle mit dem Auto zu besuchen, ist unkompliziert und lohnt sich für Naturfreunde, Familien und alle, die einmal die höchsten Wasserfälle Europas mit eigenen Augen sehen möchten. Die Parkplätze P4 und P5 liegen direkt am Einstieg, das Kombiticket für 15,90 Euro deckt Parkgebühr, Wasserfallweg und die Krimmler WasserWelten gleichzeitig ab, und schon nach wenigen Gehminuten steht man vor den tosenden Wassermassen am Kürsingerplatz.
Wer die volle Strecke bis zur obersten Fallstufe gehen möchte, sollte etwa eineinhalb Stunden für den Aufstieg einplanen und dabei die Mautregelung der Gerlos Alpenstraße bei der Anreise aus Tirol im Hinterkopf behalten. Zwischen dem gesundheitsfördernden Sprühnebel, dem geschützten Nationalpark Hohe Tauern und dem versteckten Krimmler Achental bietet dieses Ausflugsziel im Salzburger Land weit mehr als nur einen kurzen Fotostopp.




