Pferde begegnen Menschen ohne Vorurteile und spiegeln oft auf beeindruckende Weise, was im Inneren bewegt. Sandra Gatterer begleitet Menschen mit pferdegestütztem Coaching dabei, neue Perspektiven zu entdecken, innere Blockaden zu erkennen und persönliche Veränderungen anzustoßen.
Ob Visionssuche, Gefühlstalk oder Spaziergang mit dem Pferd – im Mittelpunkt stehen Achtsamkeit, Vertrauen und die individuelle Entwicklung jedes Einzelnen. Im Interview spricht Sandra Gatterer darüber, wie Pferde Menschen auf ihrem persönlichen Weg unterstützen können.
Sandra Gatterer im Interview
Was hat Sie dazu bewegt, pferdegestütztes Coaching anzubieten, und was fasziniert Sie daran, Menschen gemeinsam mit Pferden zu begleiten?
Ich habe ein Buch dazu gelesen und wusste, genau das will ich machen, weil ich Pferde schon immer sehr faszinierend fand. Daraufhin ging ich auf die Suche nach der passenden Ausbildung und wurde auch da schnell fündig.
Manuela und Carsten Essig haben mit ihrer wertschätzenden, achtsamen und ethischen Arbeitsweise genau meinen Geschmack getroffen, wie ich mir das Nahebringen dieser Arbeit vorgestellt habe.
Pferde sind von Natur aus Coaches und haben die wundervolle Gabe durch ihr feines Gespür, sofort zu bemerken, was in dem Menschen für Themen stecken und diese mit einer sehr wertneutralen Art an die Oberfläche zu bringen.
Pferde reagieren unmittelbar auf unser Verhalten und unsere Ausstrahlung. Welche Erkenntnisse gewinnen Menschen durch diese besondere Form des Coachings?
Die Menschen tun sich in der Gegenwart von Pferden viel leichter sich zu öffnen. Im Kontakt mit Pferden fühlt sich der Mensch oft in kürzester Zeit friedlicher, ruhiger und entspannter.
Pferde haben ein fünfmal größeres Herz als der Mensch.
Diese Herzkohärenz ist spürbar und bringt den Menschen in eine solche Ausgeglichenheit. Aus diesem Zustand ist die Offenlegung des eigenen Themas viel leichter. Es passiert sehr oft, dass Menschen in Gegenwart des Pferdes und ohne dass vermeintlich etwas passiert ist in Tränen ausbrechen und sich schon etwas zeigt und löst.
Mit der Visionssuche begleiten Sie Menschen dabei, Ziele, Ressourcen und innere Blockaden sichtbar zu machen. Wie unterstützt dieser Prozess persönliche Veränderungen?
Bei der Visionssuche geht es darum einen neuen Glaubenssatz oder ein Ziel zu stabilisieren. Gemeinsam mit dem Pferd durchläuft man einen, sich selber erstellten, Parcour indem die Ressourcen und Blockaden stellvertretend durch Gegenstände dargestellt werden.
Das Pferd zeigt durch verschiedene Verhaltensweisen an, wo noch Blockaden sind oder welche Ressource notwendig ist um das „Ziel“ zu erreichen.
Durch diesen Prozess kann der Mensch in sich festigen, was er braucht.
Sandra Gatterer: Mut beginnt außerhalb der Komfortzone
Veränderung braucht oft Mut und Vertrauen. Warum fällt es vielen Menschen schwer, neue Wege zu gehen, und wie begleiten Sie sie dabei?
Neue Wege erfordern oft ein Raustreten aus der Komfortzone, die man sich über Jahre oder sogar Jahrzehnte gemütlich eingerichtet hat und vermeintlich ausreichend ist um ein erfülltes Leben zu führen.
Der Mensch kreiert oft schon durch Verletzungen in der Kindheit verschiedene Schutzstrategien um diese Zone nicht verlassen zu müssen. Die wahre Freiheit liegt aber außerhalb dieser Zone.
Mit dem Pferd gemeinsam kann man in diese Freiheit mal einen Blick werfen und bemerkt oft, dass es nur das Kopfkino ist, das einen aufhält neue Wege zu gehen. Das Pferd gibt in diesem Prozess als Begleiter ganz viel Sicherheit und zeigt auch auf, ob der Weg passend ist oder noch eine Nummer zu groß.
Ob Gefühlstalk, Visionssuche oder Spaziergang mit dem Pferd – wie ergänzen sich diese Methoden, um mehr Klarheit und innere Balance zu entwickeln?
Im Zusammensein mit dem Pferd kommt, wie schon anfangs geschrieben, ganz von selbst das richtige Thema ans Licht.
Je nachdem wo der Mensch gerade steht holt ihn das Pferd ab und wir finden gemeinsam die richtige Methode um das Thema aufzuzeigen und in ein gutes Gleichgewicht zu bringen.
Manche Themen lösen sich gleich und manche brauchen Zeit, da es ja auch oft lange gedauert hat, bis es sich im Menschen manifestiert hat. Ganz nach meinem Motto: ALLES braucht seine Zeit!
Gibt es ein besonderes Erlebnis aus Ihrer Arbeit, das Ihnen gezeigt hat, welchen Unterschied pferdegestütztes Coaching für Menschen machen kann?
Es gibt nicht nur eines sondern viele. Was für mich immer absolut faszinierend ist, ist der Moment wenn Pferd und Mensch in Resonanz gehen und das was dann passiert.
Dieser Moment wo der Mensch ganz tief im Herzen berührt wird und sich Alles zeigen darf was gerade da ist, ist so berührend das es dafür keine Worte gibt.
Diese wortlose Art zeichnet die Pferde aus.
Über Sandra Gatterer:
Meine Vision ist es durch die Begegnung mit dem Pferd, den Menschen seiner Herzkraft und damit seinem ganzen Potential näher zu bringen und dieses in die Welt zu tragen. Denn:
Mein Lebenselixier ist:
Ich liebe es mit meinem Pferd gemeinsam beim Spaziergang die Natur zu zelebrieren. Ich bewege mich gern und erforsche die Natur in all ihren mannigfaltigen Facetten.




