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Dr. Stefan Lebernegg: Der Weg zu innerer Freiheit und bewusster Veränderung

Mit einem ganzheitlichen Ansatz aus mentaler Arbeit, Körperbewusstsein und Meditation begleitet Dr. Stefan Lebernegg Menschen auf ihrem Weg zu mehr innerer Freiheit und Authentizität. Seine Arbeit verbindet persönliche Erfahrung mit fundierten Methoden, die nachhaltige Veränderung ermöglichen.

Im Interview spricht er darüber, warum innere Blockaden entstehen, welche Rolle Bewusstheit spielt und wie es gelingt, Schritt für Schritt wieder mehr Vertrauen, Klarheit und Lebensqualität zu entwickeln.

Dr. Stefan Lebernegg im Interview

Dr. Stefan Lebernegg Interview

Was hat Sie dazu bewegt, sich der Persönlichkeitsentwicklung zu widmen und Menschen auf ihrem Weg zu mehr innerer Freiheit zu begleiten?

Schon früh war in mir der Wunsch nach Freiheit da und die Sehnsucht nach dem inneren Licht. Als Jugendlicher habe ich begonnen mir bewusst zu machen, wo ich mich frei fühle, wo gebremst und welche Gefühle dahinter stehen.

Ich habe begonnen Herausforderungen zu suchen, was oft eine riesige Überwindung war. Ich weiß noch, wie lange ich überlegt habe, meinen ersten Liebesbrief abzugeben.

Ich wollte die Angst einfach nicht gewinnen lassen. Ich wollte lösen was mich blockiert. Ich hatte damals keine Ahnung wie man das macht und ob das auch andere tun. Ich habe einfach versucht etwas immer trotz der Angst zu tun mit der Idee, dass sie dann verschwindet.

Durch die beharrliche innere Arbeit wurde meine Erfahrung von Freiheit und der Qualität der eigenen Essenz mit den Jahren sehr viel tiefer. Großartige Lehrerinnen und Lehrer auf der ganzen Welt haben mir dabei geholfen und helfen mir weiterhin.

Dieser Transformationsprozess hat mein Leben, meine Wahrnehmung von Leben und dem, was ich bin, grundlegend verändert.

Dankbarkeit für dieses große Glück und Liebe haben wohl irgendwann den Wunsch entstehen lassen, andere Menschen dahingehend zu begleiten.

Diese Arbeit macht mir unglaublich viel Freude und ist einfach erfüllend.

Sie sprechen davon, innere Muster und Blockaden zu lösen – warum ist genau dieser Schritt so entscheidend für nachhaltige Veränderung?

Gleich vorweg, innere Arbeit ist viel mehr als das Lösen von Mustern und Blockaden. Allerdings wirken diese wie Klebstoff, der uns an eine niedrigere Qualität von uns selbst bindet und uns immer wieder dieselben Verhaltensschleifen durchlaufen lässt.

Dieser Klebstoff engt uns ein und verbraucht enorm viel Energie. Er macht uns reaktiv. Unser freier Ausdruck hingegen ist kreativ, lässt uns Wahlmöglichkeiten, ist spontan, offen, vertrauensvoll…

Ich möchte betonen, wie wesentlich es ist Veränderungen Zeit zu geben. Körper und Geist müssen sich adaptieren. Nur durch Integration und Verkörperung schaffen wir Stabilität.

Möglichst viel in kurzer Zeit zu bewältigen ist selten der beste Weg, das musste ich bei mir selbst mehrfach feststellen, bis ich es glauben konnte. Innere Arbeit befreit, ist aber auch fordernd. Deshalb ist es so wichtig nährende und stärkende Aspekte in die inneren Arbeit zu integrieren.

Etwas bewusst zu tun, das Freude bereitet und bei dem wir uns anschließend aufgeladen und frisch fühlen, ist dabei die einfachste Möglichkeit. In meiner Arbeit gehe ich noch andere sehr kraftvolle und heilsame Wege, die Selbstliebe und Vertrauen kultivieren einem ganz wichtigen Aspekt von Freiheit.

Ihre Arbeit verbindet mentale Techniken, Körperarbeit und Meditation – wie greifen diese Ansätze in Ihrer Begleitung ineinander?

Ich arbeite auf unterschiedlichen Ebenen. Das braucht es für nachhaltige Veränderungen. Das eine ist die mentale Ebene des Verstands wo wir an einschränkenden Überzeugungen arbeiten. Die Einbeziehung des Verstands ist außerdem wichtig, weil er gerne mal die Arbeit sabotiert mit Zweifeln und Ungeduld.

Wenn er aber überzeugt ist, dass die Arbeit wertvoll ist, dann habe ich einen Verbündeten, der Motivation bringt. Ein ganz wesentlicher Schritt ist dann aus dem Verstand zurück ins Fühlen zu kommen.  Damit kommen wir aus den Verhaltens- und Gedankenschleifen heraus und bringen Energie wieder ins Fließen.

Die Schleifen drehen sich nämlich darum etwas nicht spüren zu müssen. Fühlen ist ein riesiges Tor zurück zu uns selbst. Das ist es, was wir nämlich wirklich wollen und was uns der Verstand niemals geben kann – Präsenz, Stabilität, Frieden und Liebe. Der Weg zum Fühlen war für mich ein sehr langer.

Meine Zeit in der verstandorientierten Grundlagenforschung hatte eben ihren Grund. Umso mehr weiß ich, wie wichtig es ist vom Kopf zurück ins Fühlen zu kommen. Die Arbeit mit dem Körper ist dazu nicht nur eine wunderbare Ergänzung, sie ist viel mehr. Wir können dem Körper nichts vormachen. Er ist somit ein großartiger Sensor für das, was wirklich in uns vorgeht.

Über den Körper können sich außerdem Blockaden lösen, ohne zwangläufig den Verstand oder die emotionale Ebene zu beteiligen was bei gewissen Themen sehr günstig ist. Für mich selbst war Qi Gong eine absolute Revolution auf meinem Weg. Das baue ich natürlich in meine Arbeit gerne ein.

Egal auf welcher Eben wir uns bewegen, es geht schlussendlich um eines nämlich Bewusstheit.

Jeder Wunsch nach Veränderung und jede Transformation erfordern genau das. Authentizität und Freiheit bedeuten uns bewusst zu sein über das was wir sind und in uns vorgeht. In meiner Arbeit ist daher die Kultivierung von Bewusstheit durch Meditationsübungen eine wichtige Basis, die uns außerdem so dringend nötige Pausen verschafft.

Dr. Stefan Lebernegg: Die Natur als Raum für Klarheit und Veränderung

Dr. Stefan Lebernegg stefanlebernegg.at

Ein besonderer Bestandteil Ihrer Arbeit ist das naturbezogene Coaching – welche Rolle spielt die Natur in persönlichen Entwicklungsprozessen?

Ich liebe die Natur und bin da praktisch aufgewachsen. Für mich war die Natur immer ein Ort der Ruhe, der Erholung, der Kraft. Diese schöne Verbindung spüren die Menschen.

Somit ist es ganz natürlich, das in meine Arbeit einzubauen – vor allem, da ich ja auch als Wanderführer arbeite. Die meisten von uns sind sehr beschäftigt, viel drinnen, sehr vielen Reizen ausgesetzt. Die ruhige Umgebung der Natur bewirkt Entspannung und Offenheit, was beides entscheidend ist für Veränderungsprozesse.

Themen, die im Funktionieren-Modus untergehen finden ungezwungen Platz, Antworten und Ideen tauchen auf, wir spüren uns wieder. Ein Spaziergang am Bach, im Wald, in den Bergen, wo auch immer, kann hier einfach Wunder bewirken, wie ich immer wieder erleben darf.

Sie begleiten Menschen dabei, mehr Klarheit, Selbstvertrauen und Authentizität zu entwickeln – was sind aus Ihrer Erfahrung die häufigsten inneren Hindernisse auf diesem Weg?

Das fundamentale Hindernis in uns ist Angst. Das ganze Ego wird davon zusammengehalten. Sie ist der Grund, weshalb wir uns nicht öffnen und zeigen können. Es hat lange gedauert, bis ich das bei mir selbst direkt sehen konnte und jetzt sehe ich es überall.

Aber egal wie viel Angst oder Schmerz da sind, die Bereitschaft sie zu sehen und uns diesen zu stellen, öffnet die Türe zur Befreiung. Dann ist es eine Frage von Zeit und der Aufrichtigkeit der inneren Arbeit. Somit ist das größte Hindernis für Authentizität und Freiheit, die fehlende Bereitschaft sich selbst ehrlich anzuschauen und in die Tiefe zu gehen. 

Meine Einladung ist, den Weg zurück zu uns selbst zu gehen, weil es nichts Schöneres gibt als einen Menschen, der im Herzen angekommen ist.

Können Sie von einem Moment oder einer Entwicklung berichten, in dem Ihre Begleitung für jemanden spürbar mehr Freiheit, Klarheit oder neue Perspektiven ermöglicht hat?

Die schönsten Momente sind jene, in denen sich für jemanden durch die gemeinsame Arbeit eine innere Tür öffnet und Erleichterung hereinkommt. Das kann Zeit brauchen, es kann auch sehr spontan und sehr unerwartet sein.

Ich kann mich konkret an eine Klientin erinnern. Bei der in einer Session ein intensives Gefühl aufgetaucht ist. Es war bei ihr sofort die Tendenz da zuzumachen und das Thema zu wechseln. Ich habe sie begleitet zurück zu diesem Gefühl, um ihm Platz zu geben.

Nach einigen Minuten hat die Intensität nachgelassen und eine große Erleichterung eingesetzt. Wo vorher Angst war, war nun Freude und Dankbarkeit. Sie erzählte mir, dass sie ihr ganzes Leben darum einen großen Bogen gemacht hat – mit viel Aufwand. Ich liebe diese Momente, sie machen meine Arbeit einfach so freudvoll und bereichernd.

Über Dr. Stefan Lebernegg:

Ich bin ein Abenteurer und Freigeist. Jemand der Schönheit, Natur und Stille liebt. Einer der unterwegs war ein Intellektueller zu werden, um dann doch zu seinem Herzen und den Menschen zurückzukehren.

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