Mit viel Feingefühl für Menschen und ihre Geschichten verbindet Barbara Hohenwallner Fotografie und Design zu einem stimmigen Gesamtbild. Mit „Wachsende Wunder“ begleitet sie Familien, Frauen und Unternehmer:innen durch besondere Lebensphasen und macht ihre Persönlichkeit sichtbar.
Im Interview spricht sie darüber, wie aus persönlichen Erfahrungen ihre Arbeit entstanden ist, warum Authentizität für sie im Mittelpunkt steht und wie Bilder zu wertvollen Erinnerungen werden.
Barbara Hohenwallner im Interview
Was hat sie dazu bewegt, Wachsende Wunder zu gründen und Fotografie sowie Design miteinander zu verbinden?
In meiner Kindheit habe ich schon immer gestaltet. Mit 15 Jahren wollte ich unbedingt eine Lehre als Fotografin machen, doch meine Eltern rieten mir davon ab. Stattdessen besuchte ich die Fachschule für Textildesign und absolvierte anschließend eine Ausbildung zur Kommunikationsdesignerin mit dem Nebenfach Fotografie.
Nach meiner Ausbildung arbeitete ich in Agenturen als Grafikerin. Nach der Geburt meines ersten Sohnes machte ich mich als Grafikerin selbstständig. Zur Geburt meiner ersten Tochter bekam ich ein Babybauch-Shooting geschenkt. Die Bilder waren wunderschön – nur leider spiegelten sie nicht mich wider.
So entstand die Idee, selbst wieder zu fotografieren. Durch einen Umzug in ein altes Bauernhaus war plötzlich der Platz dafür da. Meine Freundinnen wurden schwanger, es sprach sich herum – und die Wachsenden Wunder waren geboren.
Ihr Angebot reicht von Business Branding bis zur Familien- und Hochzeitsfotografie. Was macht diese Vielfalt für Ihr Angebot besonders?
Ich darf mit meinen Kunden und ihren Wünschen mitwachsen. Daraus ist die Vielfalt entstanden. So bleibt jeder Auftrag etwas Besonderes.
Durch die Lebenserfahrung mit meinen vier Wachsenden Wundern habe ich viel Einfühlungsvermögen entwickelt. Genauso liebe ich aber auch den Businessbereich. Was mir bei allem wichtig ist: Natürlichkeit, Echtheit und Authentizität. Deine Geschichte zu erzählen, deine Ideen und dich sichtbar zu machen.
Barbara Hohenwallner: Wenn Momente zu Familienschätzen werden
Gerade Shootings rund um Babybauch, Newborn, Familie oder Hochzeiten sind sehr emotionale Momente. Was macht diese Lebensphase für Sie fotografisch so besonders?
Diese flüchtigen Augenblicke festzuhalten und Geschichten in schöne Erinnerungen zu konservieren, ist wirklich magisch.
Fotos sind nicht nur „schön“ – sie lösen ganz viel Kopfkino aus.
Die Bilder machen Erinnerungen wieder lebendig und lösen bei jedem Betrachter andere Geschichten aus. Das ist schon faszinierend. Ein wahrer Familienschatz.
Sie gestalten nicht nur Bilder, sondern auch Markenauftritte, Drucksorten. Wie ergänzt sich Fotografie und Design in Ihrer Arbeit?
Das eine kann ohne das andere nicht. Fotos sind immer der Anker, das Herzstück.
Und das Schöne ist: Wenn alles aus einer Hand kommt, entsteht eine stimmige, wiedererkennbare Identität, die den roten Faden durch alle Medien zieht.
Neben klassischen Shootings bieten sie auch Formate wie Seelenperlen oder Open Eyes Workshops. Was steckt hinter diesen besonderen Angeboten?
Durch meine Krebserfahrung sind diese Angebote entstanden.
„Seelenperlen“ ist ein Angebot für Menschen, die sich nicht gerne zeigen. Die sich anders fühlen, als ihr Körper ist, die in einem Umbruch sind – seelisch, aber auch körperlich, zum Beispiel durch eine Chemotherapie.
Dabei gebe ich den Menschen Sicherheit. Durch ein intensives Vorgespräch finden wir den passenden Rahmen: Wo, wie und mit welchen Outfits. Mit Zeit, Fingerspitzengefühl und Offenheit entstehen magische Momente, die unglaublich berühren.
Mit „Open Eyes“ möchte ich Menschen dazu bewegen, mit offenen Augen durchs Leben zu gehen und die Schönheiten zu entdecken.
In den Workshops geht es darum, mit den Händen kreativ zu werden. Ich biete verschiedene Techniken an: Aquarell, Tusche, Kohle, Acryl, Ton oder Skulpturen aus Fundgegenständen.
Es geht aber immer darum, zu entdecken, zu spielen und etwas Neues zu gestalten. Das macht so viel FREUDE.
Open Eyes verändert den Blick auf den Alltag, gibt neue Impulse und weckt deine kreative Ader.
Was ist Ihnen in Ihrer Arbeit besonders wichtig, wenn es darum geht, Erinnerungen und Persönlichkeiten authentisch sichtbar zu machen?
Dass sich mein Gegenüber wohlfühlt. Je natürlicher die Situation ist, desto authentischer und echter werden die Fotos. Und das gelingt nur mit Vertrauen – und dafür braucht es Empathie.




