Jessica Lerche begleitet Hochzeiten mit einem feinen Gespür für die leisen Zwischentöne eines großen Tages. Für sie sind es nicht nur die Highlights, sondern die unbemerkten Blicke, Gesten und Emotionen, die eine Liebesgeschichte wirklich erzählen.
Mit ruhigem, dokumentarischem Stil schafft sie Bilder, die nicht nur zeigen, was war – sondern spürbar machen, wie es sich angefühlt hat. Ob in Salzburg, Oberösterreich oder bei Destination Weddings: Im Mittelpunkt steht immer die echte Verbindung zwischen zwei Menschen.
Interview mit Jessica Lerche
Was hat Sie persönlich dazu bewegt, Hochzeiten und Paare fotografisch zu begleiten und emotionale Liebesgeschichten festzuhalten?
Ich hab schon früh gemerkt, dass mich nicht nur das „perfekte Foto“ reizt – sondern das, was zwischen den Momenten passiert: ein Blick, ein tiefer Atemzug kurz vor dem Einzug, die Hand, die ganz unbewusst nach der anderen sucht.
Hochzeiten sind für mich wie ein kleines, echtes Universum an einem einzigen Tag – voller Spannung, Nähe, Nervosität, Freude, Tränen und diesem besonderen Gefühl: Heute beginnt etwas Neues.
Was mich persönlich dazu bewegt hat, Hochzeiten zu fotografieren, war auch die Erkenntnis, dass Erinnerungen nicht lauter werden, sondern leiser. Mit den Jahren wird das, was wirklich zählt, oft genau das: die Emotionen, die man nicht festhalten kann – außer jemand tut es für einen.
Ich liebe es, dass ich Paaren später Bilder geben darf, die sie nicht nur anschauen, sondern fühlen können.
Und genau dieses Gefühl fasziniert mich überall – ob bei einer Hochzeit hier in der Heimat oder bei einem Destination Wedding, wo oft noch einmal ganz viel Intimität, Abenteuer und Nähe zusammenkommt.
Sie fotografieren regional rund um Salzburg und Oberösterreich sowie österreichweit und bei Destination Weddings. Was schätzen Paare an dieser Kombination besonders?
Mein Kerngebiet rund um Salzburg und Oberösterreich ist für viele Paare ein riesiger Vorteil, weil ich hier nicht nur „Locations kenne“, sondern auch weiß, wie ein Hochzeitstag vor Ort wirklich funktioniert:
Lichtverhältnisse zu bestimmten Tageszeiten, Plan B bei Wetter, ruhige Spots für Paarfotos, Abläufe in beliebten Standesämtern oder typischen Hochzeitslocations. Das sorgt für Sicherheit – und genau diese Sicherheit gibt Paaren oft die Freiheit, am Tag selbst mehr loszulassen.
Gleichzeitig liebe ich es, wenn Paare mich auch außerhalb der Region buchen – in ganz Österreich oder für Destination Weddings.
Für mich fühlt sich das nicht wie ein Gegensatz an, sondern wie eine logische Erweiterung:
Hochzeiten sind immer persönlich, aber jede Umgebung erzählt eine andere Geschichte. Ob Bergpanorama, See, Stadt oder mediterrane Küste – ich mag es, mich auf neue Orte einzulassen und trotzdem etwas Konstantes mitzubringen: meinen ruhigen, strukturierten Blick, meine Erfahrung und meinen dokumentarischen Stil.
Gerade bei Destination Weddings schätzen Paare oft, dass ich reiseerfahren bin und mitdenke: Zeitpuffer, Licht, Tagesablauf, und auch diese besondere Mischung aus Abenteuer und Intimität, die viele Hochzeiten im Ausland haben.
Mein Ziel ist immer dasselbe – egal ob Salzburg, Wien oder irgendwo am Meer:
Echte Emotionen festhalten, ohne dass es gestellt wirkt, und dabei so begleiten, dass Paare ihren Tag wirklich erleben können.
Neben Hochzeiten bieten Sie auch Paar-, Verlobungs- und Babybauchshootings an – welche Momente berühren Sie dabei am meisten?
Bei Paar- und Verlobungsshootings berührt mich am meisten, wenn Paare mitten im Shooting plötzlich merken: „Oh wow – wir dürfen einfach wir sein.“ Oft kommen sie anfangs mit der Sorge, nicht fotogen zu sein oder nicht zu wissen, was sie tun sollen. Und irgendwann – meist nach ein paar Minuten – fällt dieser Druck ab. Dann passiert Nähe automatisch. Diese Übergänge sind für mich jedes Mal besonders.
Bei Babybauchshootings ist es dieses ruhige, tiefe Gefühl von „wir warten auf jemanden“. Da liegt so viel Liebe in kleinen Gesten: eine Hand auf dem Bauch, ein stilles Lächeln, manchmal auch Emotionen, die niemand erwartet – weil diese Zeit so überwältigend sein kann. Ich mag genau diese Mischung aus Vorfreude, Stolz und auch ein bisschen Ehrfurcht.
Jessica Lerche: Die Atmosphäre eines Hochzeitstages fühlbar machen
Wie schaffen Sie es, die Magie, Emotionen und Atmosphäre eines Hochzeitstages authentisch einzufangen?
Für mich beginnt das lange vor dem ersten Foto: mit Beobachten und Vertrauen aufbauen. Wenn Paare sich sicher fühlen, entsteht Authentizität ganz von allein – und dann muss ich nicht „Emotionen herstellen“, sondern darf sie dokumentieren.
Am Hochzeitstag arbeite ich sehr dokumentarisch: Ich halte mich oft im Hintergrund, achte auf Licht, Bewegungen, kleine Reaktionen der Menschen. Gleichzeitig bin ich aber präsent, wenn’s nötig ist – zum Beispiel bei Familienfotos oder wenn ein Moment sonst im Chaos untergehen würde.
Ich bin da gern die ruhige Konstante: strukturiert, aufmerksam und trotzdem unaufdringlich. Das hilft nicht nur bei Hochzeiten in Salzburg oder Oberösterreich, sondern genauso, wenn Paare mich österreichweit oder für Destination Weddings buchen: Sie bekommen jemanden an die Seite, der mitdenkt, Ruhe reinbringt und den Tag so einfängt, wie er sich wirklich angefühlt hat.
Ein wichtiger Punkt ist auch, dass ich nicht nur „Highlights“ fotografiere, sondern Zusammenhänge: Wie sieht der Raum aus, bevor die Gäste kommen? Was passiert während jemand eine Rede hält? Wer wischt sich im Hintergrund eine Träne weg? Diese Details machen später das Gefühl wieder komplett.
Was ist Ihnen besonders wichtig, damit sich Paare vor Ihrer Kamera entspannt und natürlich fühlen?
Ganz ehrlich: Die wenigsten stehen regelmäßig vor einer Kamera – und das ist völlig normal. Deshalb ist mir wichtig, dass sich Paare nicht wie in einem Fotoshooting „funktionierend“ fühlen, sondern wie in einem guten Gespräch.
Ich gebe keine starren Posen vor. Stattdessen arbeite ich mit kleinen, natürlichen Anleitungen, die Bewegung reinbringen und echte Nähe ermöglichen – ohne dass es gestellt aussieht.
Und ich nehme mir am Anfang bewusst Zeit, damit wir kurz ankommen können. Wenn man sich einmal „gesehen“ fühlt, ist der Rest viel leichter.
Außerdem bin ich jemand, der Ruhe ausstrahlt – das sagen mir viele Paare im Nachhinein. Und genau diese Ruhe ist an einem Hochzeitstag Gold wert. Denn wenn ich entspannt bin, überträgt sich das automatisch.
Gab es ein besonderes Ereignis oder Erlebnis in Ihrer Arbeit, das Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist – und warum?
Ein Moment, der mir wirklich im Kopf geblieben ist: Als ein Paar nach der Hochzeit sagte, sie hätten beim Anschauen der Bilder Dinge gesehen, die sie am Tag selbst gar nicht mitbekommen haben – zum Beispiel Reaktionen ihrer Eltern, kleine Gesten ihrer Freunde, oder diesen einen Blick kurz nach dem Ja-Wort. Sie meinten: „Du hast uns unseren Tag zurückgegeben – sogar die Teile, die wir verpasst haben.“
Das hat mich sehr bewegt, weil es genau zeigt, warum ich das mache. Hochzeiten sind intensiv – und manchmal auch überwältigend. Dass meine Arbeit Paaren hilft, ihren Tag nicht nur zu erinnern, sondern ihn nochmal zu erleben, ist für mich das schönste Feedback.
Über Jessica Lerche:
Ich bin Jessica und erzähle Hochzeiten so, wie sie sich anfühlen: ehrlich, nah und voller Atmosphäre. Ich fotografiere dokumentarisch und unaufdringlich – mit Fokus auf echte Emotionen statt gestellter Posen. Mein Kerngebiet liegt rund um Salzburg und Oberösterreich, darüber hinaus begleite ich Paare auch in ganz Österreich und bei Destination Weddings.




