Wer in diesen Wochen gegen 18 Uhr aus dem Büro oder von der Uni kommt, reibt sich unweigerlich die Augen. Vor wenigen Wochen war es zu dieser Zeit noch hell, jetzt liegt die Altstadt schon im Dämmerlicht. Ende Oktober kommt mit der Zeitumstellung der nächste Schritt, dann wird es bereits am frühen Nachmittag merklich dunkler. Für viele Menschen in Salzburg ist das mehr als nur ein Wetterphänomen, es wirkt sich auf Stimmung, Energielevel und den täglichen Weg durch die Stadt aus. Selbst alteingesessene Salzburgerinnen und Salzburger, die den Rhythmus der Jahreszeiten seit Jahrzehnten kennen, berichten jedes Jahr wieder, wie ungewohnt schnell sich der Übergang vom hellen Spätsommer in die frühe Dunkelheit anfühlt.
Warum der Körper im Herbst auf Sparflamme schaltet
Weniger Tageslicht bedeutet für den Organismus vor allem eines: weniger Reize für die innere Uhr. Der Körper produziert dadurch früher am Tag mehr Melatonin, jenes Hormon, das eigentlich den Schlaf einleiten soll, und gleichzeitig sinkt der Serotoninspiegel, der für gute Laune und Antrieb mitverantwortlich ist. Kein Wunder also, dass viele Salzburgerinnen und Salzburger im Herbst schneller erschöpft wirken und sich der berühmte Griff zur zweiten Tasse Kaffee häuft. Ergänzend dazu sinkt mit der geringeren Sonneneinstrahlung auch die körpereigene Vitamin-D-Produktion, was zusätzlich auf das Energielevel drückt. Wer mehr über die Zusammenhänge zwischen Licht, Hormonhaushalt und Wohlbefinden erfahren möchte, findet auf dem österreichischen Gesundheitsportal fundierte und leicht verständliche Erklärungen.
Sicher unterwegs, wenn es früh dunkel wird
Die kürzeren Tage verändern aber nicht nur das Gefühl, sie verändern auch ganz praktisch den Weg zur Arbeit, zur Schule oder zum Training. Radfahrende und Fußgängerinnen sind in der Dämmerung für Autofahrende schwerer erkennbar, besonders an unbeleuchteten Abschnitten entlang der Salzach oder in den Umlandgemeinden. Reflektierende Kleidung, funktionierende Fahrradlichter und ein kurzer Check der eigenen Fahrzeugbeleuchtung gehören deshalb in dieser Jahreszeit auf jede Checkliste, wie auch der ÖAMTC regelmäßig betont.
Neben der Technik am Fahrzeug spielt aber auch die eigene Sehkraft eine unterschätzte Rolle. Bei Nässe, Blendung durch entgegenkommende Scheinwerfer und generell schlechteren Sichtverhältnissen fällt eine leicht verminderte Sehschärfe erst richtig auf. Wer schon länger keinen Sehtest mehr gemacht hat, sollte den Herbst als Anlass nehmen und eine Sehstärkenkontrolle beim Optiker eyes + more in Erwägung ziehen, denn eine aktuelle Brille mit der passenden Entspiegelung kann besonders auf nassen, dunklen Straßen den entscheidenden Unterschied machen.
Kleine Routinen, die durch die dunkle Jahreszeit helfen
Neben Sicherheit im Straßenverkehr lohnt es sich, dem Lichtmangel auch aktiv etwas entgegenzusetzen. Ein Spaziergang in der Mittagspause, möglichst mit direktem Blick auf den Himmel und ohne Sonnenbrille, kann die innere Uhr nachweislich stabilisieren. Auch ein heller Arbeitsplatz oder eine Tageslichtlampe am Schreibtisch werden von vielen als spürbare Erleichterung beschrieben, gerade in den Monaten, in denen die Sonne kaum über die Dächer der Stadt kommt. Wer sich näher mit dem Tiefpunkt der dunklen Jahreszeit beschäftigen möchte, findet weiterführende Hintergründe rund um die Wintersonnenwende und ihre Auswirkungen auf Schlaf und Stimmung in einem früheren Beitrag auf dieser Seite.
Bewegung an der frischen Luft, auch wenn es kühl und grau ist, wirkt dabei oft besser als jede zusätzliche Tasse Kaffee. Ein kurzer Lauf entlang der Salzach, eine Runde durch den Mirabellgarten oder einfach der Fußweg statt der Busfahrt bringen genau die Portion Tageslicht, die der Körper jetzt braucht. Manche Salzburgerinnen und Salzburger verlegen ihre Trainingszeiten bewusst in die Mittagsstunden, andere nutzen die letzten warmen Herbsttage bewusst für längere Ausflüge ins Umland, solange es die Zeit und das Wetter noch zulassen. Und sobald die ersten Lichterketten in der Altstadt aufgehängt werden, holt sich ohnehin ein Teil der Stadt sein eigenes kleines Stück Tageslicht zurück, zumindest dem Gefühl nach.
So unterschiedlich die persönlichen Strategien auch sind, eines verbindet sie alle: Wer die kürzeren Tage nicht einfach über sich ergehen lässt, sondern bewusst mit Licht, Bewegung und ein wenig Vorsorge gegensteuert, kommt spürbar entspannter durch die kommenden Wochen.



